Schnarchen

Schnarchen ist ein häufiges Problem. Im Schlaf erschlaffen die Muskeln des Rachenraumes, weiche Gaumenteile beginnen im Luftzug des Atems zu vibrieren.

Zu den anatomischen Voraussetzungen, die das Schnarchen fördern, gehören vergrößerte Gaumen- und Rachenmandeln, Kieferfehlstellungen oder verengte Nasenwege.

Des Weiteren fördert ein zu hohes Körpergewicht die lautstarke Atemtechnik, wenn Fettablagerungen im Zungenbereich die räumlichen Verhältnisse der oberen Luftwege verändern. Die Rückenlage im Schlaf verstärkt das Geräuschproblem noch.

Der Schnarcher selbst nimmt es in der Regel nicht oder nur selten wahr. Meistens weckt es nur den Bettnachbarn.

Es besteht auch die Möglichkeit, dass es im Schlaf zu Atemaussetzern kommt. Häufig berichten Mitschläfer von einem heftigen, unregelmäßigen Schnarchen. Dies kann ein Hinweis auf ein Schlafapnoe – Syndrom sein.

Bei der häufigsten Form der Atmungsstörung, der sog. obstruktiven Schlafapnoe, blockieren sie die oberen Atemwege nahezu vollständig, so dass die Atemluft für kurze Zeit nicht mehr hindurch kann. Es kommt zu Atemstillständen (aus dem Griechischen apnoia = Windstille).

Die Qualität des Schlafes verändert sich, der Schlaf wird insgesamt oberflächlicher. Der Schläfer wacht durch die Atemnot immer wieder auf, meist ohne es selbst zu bemerken.

Der Betroffene bemerkt dies durch eine Müdigkeit am Folgetag. Er fühlt sich tagsüber abgeschlagen und nur eingeschränkt leistungsfähig. Im Lauf der Zeit können auch Organfunktionen wie z.B. das Herz- und Kreislaufsystem beeinträchtigt werden.

Ergibt sich der Verdacht auf ein Schlafapnoesyndrom, kann neben der körperlichen Untersuchung ein ambulantes Schlafapnoe-Screening aufschlussreich sein.
Es handelt sich um ein tragbares Gerät für zu Hause, das nachts Schnarchgeräusche, Atembewegungen von Brust und Bauch, Sauerstoffsättigung des Blutes aufzeichnet.

Diese Untersuchung kann in unserer Praxis durchgeführt werden.

Endgültige Sicherheit über Form und Ausmaß der Apnoe bringt dann bei Bedarf eine Untersuchung im Schlaflabor.


Fragen zum Wach- und Schlafrhythmus

0=nie   1=selten    2=oft   3=sehr oft  0 1 2 3
1. Sind sie tagsüber müde?        
2. Nicken Sie tagsüber spontan ein?        
3. Fällt es Ihnen schwer, lange konzentriert zu arbeiten?        
4. Fühlen Sie sich in Ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt?        
5. Schnarchen Sie laut?        
6. Sind in während des Schlafens Atempausen beobachtet worden?        
7. Erwachen Sie morgens mit Kopfschmerzen?        
8. Fühlen Sie sich müde und schlapp nach dem Aufwachen?        
9. Schlafen Sie beim Fernsehen, Lesen oder beim Autofahren ein?        
10. Schlafen Sie abends schlecht ein?        
11. Wachen Sie nachts auf?        
12. Wachen Sie früher auf als gewohnt?        
13. Schlafen Sie unruhig und ist Ihr Bett zerwühlt?        

Die Summe der Punkte zeigt Ihnen mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Schlafapnoe- Syndrom bei Ihnen vorliegt.

0 - 14 Punkte: ein Schlafapnoe-Syndrom ist unwahrscheinlich
15 - 25 Punkte: ein Schlafapnoe-Syndrom ist wahrscheinlich
25 Punkte: ein Schlafapnoe-Syndrom ist sehr wahrscheinlich